DUNKES – Erfahrung, auf die ich mich
verlassen kann

  • Pressenstabilität
  • Hohe Verfügbarkeit der Pressen
  • Kernkompetenzen im Pressenbau
  • Zuverlässige und robuste Pressentechnologie

Hydraulische Schnellläufer- Presse

Schrittweisen Ausbau zur automatischen Stanzanlage

Hydraulische Schnellläufer-Pressen der Baureihe HDS von Fa. Dunkes aus D-Kirchheim/Teck bewähren sich weltweit seit vielen Jahren bei unterschiedlichen Stanzaufgaben. Verschiedene Zusatzausrüstungen, Automatisierungselemente und Steuerungsvarianten erlauben dabei das Anpassen der Pressen an die jeweiligen Kundenwünsche. Dass dabei auch Pressen ausgeliefert werden, bei denen der Kunde erst später den Ausbau zur automatisch arbeitenden Pressenanlage vorgesehen hat, stellt die Konstrukteure vor nicht ganz einfache Aufgaben. Sie müssen die Maschine mit den notwendigen Schnittstellen und Anschlüssen so konzipieren, dass sich die vom Kunden oft nur vage definierbaren Vorgaben in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen erfüllen lassen.

 

Ein europäischer Kunde aus der Beschlagindustrie bestellte zwei Schnellläuferpressen zum Stanzen von V2A und anderen Stählen. Beide Pressen waren so vorzubereiten, dass sie nach dem vorerst halbautomatischen Betrieb mit manuellem Einlegen der Stanzstreifen später mit Walzenvorschüben im automatischen Ablauf über Coil arbeiten können. Dunkes empfahl für diese Aufgabe seine Hydraulische Rahmenpresse, Typ HDS 315, mit einer Nennkraft von 3 150 kN. Bei einer Stößelfläche von 1 400 x 1000 mm und einer Einbauhöhe von 900 mm erlaubt der Einbauraum den Einsatz der derzeitigen und der geplanten Werkzeuge. Mit einer Schließ- und Rückzuggeschwindigkeit des Stößels von jeweils ca. 400 mm/s und einer Arbeitsgeschwindigkeit bei max. Presskraft von ³ 20 mm/s stehen auch ausreichend Reserven zur Verfügung, um die wechselnden Anforderungen zu erfüllen. Außermittige Belastungen bei kombinierten Werkzeugen oder Folgeverbundwerkzeugen werden von dem 8-fach geführten Stößel über die gesamte Hublänge sicher übertragen. Die einstellbaren Flachführungen gewährleisten eine Führungsgenauigkeit unter 0,02 mm, was sich äußerst vorteilhaft auf die Standzeit der Werkzeuge und auf die Präzision der Teile auswirkt. Ein weiterer wichtiger Garant für die hohe Prozessstabilität der Presse ist ihre hydraulisch/mechanische Schnittschlagdämpfung. Sie ist seitlich im Pressengestell montiert und dämpft bei einem Arbeitsweg von 15 mm zuverlässig auch die Schläge bei max. Presskraft. Eine zusätzliche Parallelhaltung sichert auch bei außermittigen Kräften die vorgegebene Parallelität des Stößels.

 

Je nach Einstellung und Werkzeugauslegung sind im automatischen Ablauf bis zu 60 Hübe/Minute möglich. Durch eine über die gesamte Längsachse verlaufende Tischöffnung mit stufenlos einstellbaren Einlegeleisten, fällt der Stanzabfall durch die Tischplatte. Mit Hilfe der seitlich angebrachten, höhenverstellbaren Schutzgitter kann die Bandeinführung über der Tischplatte variabel gestaltet werden, ohne die UVV-Bestimmungen zu beeinträchtigen. Dem Kunden steht damit eine weitere Möglichkeiten zur Rüstzeitreduzierung zur Verfügung. Den Werkzeugwechsel erleichtern die rückseitig an der Tischplatte montierten, stufenlos einstellbaren Tragarme. Die Werkzeugspannung erfolgt mittels hydraulisch betätigter Spannleisten.

 

Gesteuert wird die Presse über das Betriebssystem Siemens S7 mit der von Dunkes spezifizierten Bedienoberfläche Protool. Sämtliche Funktionen der Presse und der geplanten Automatisierungseinrichtungen werden am Bildschirm angezeigt. Ein in die Steuerung integrierter Notizblock erlaubt dem Bediener zusätzliche Informationen sowie Ist- und Erfahrungswerte zu den eingesetzten Werkzeugen einzugeben, um sie bei späteren Anwendungen wieder nutzen zu können. Insgesamt lassen sich in der Steuerung ca. 2 000 Werkzeuge beschreiben und mit ihren Einsatzdaten speichern. Da sich auch alle Produktionsdaten der Presse speichern und auswerten lassen sind die Produktivität und Wirtschaftlichkeit der Anlage jederzeit nachprüfbar.

Die beiden Stanzpressen vom Typ HDS 315 werden vorerst im halbautomatischen Betrieb gefahren. Geplant sind verschiedene Automatisierungseinrichtungen für das Arbeiten mit Coil.
Die Schnittschlagdämpfung mit Tiefenanschlag ist im Seitenständer montiert