DUNKES – Erfahrung, auf die ich mich
verlassen kann

  • Pressenstabilität
  • Hohe Verfügbarkeit der Pressen
  • Kernkompetenzen im Pressenbau
  • Zuverlässige und robuste Pressentechnologie

Ziehpresse mit einzeln gesteuerten Pinolen

Anstelle einer gemeinsamen Ziehkissenplatte, auf der die Pinolen für den Ziehvorgang als Blechhalter abgestützt werden, ist bei dieser Pressenausführung jede einzelne Pinole mit einem Differentialzylinder ausgeführt.

 

Durch diese Anordnung ist es möglich, vorausgesetzt daß der Blechhalterring labil ausgeführt ist , die einzelnen Kräfte auf die entsprechende Pinole in Abhängigkeit vom Stößelweg beim Ziehprozess zu steuern.

 

Diese Technik ist bereits bekannt und wird auch angewandt.

 

Im Normalfall, unter Produktionsbedingungen, werden nicht alle Pinolen, bezogen auf die Bohrungen der Tischplatte, gleichzeitig eingesetzt. Die Bohrungen in der Tischplatte sind deshalb in einem Rastermaß vorgesehen, damit die einzelnen Werkzeuge, bezogen auf das Rasterbild, mit den entsprechenden Pinolen ausgewählt werden kann.

 

Ziehbetrieb:

Im normalen Ziehbetrieb sind ca. 4 bis 12 Pinolen, je nach Pressengröße und Werkzeug, aktiv im Einsatz. Diese Überlegung und Voraussetzung hat man bei der weiter angestellten Betrachtung zugrundegelegt. Aus Kostengründen wurden bei dieser Presse 6 Proportionalventile, Y1 bis Y6, montiert. Dies bedeutet, daß im Ziehprozeß 6 verschiedene Regelkreise gesteuert werden können. An jeden Regelkreis können max. 4 Pinolenzylinder parallel angeschlossen werden.

 

Alle hydraulischen Anschlüsse der Pinolenzylinder sind auf die Verteilerleiste X1 bzw. X2 geführt. Die Anschlüsse zwischen AY, BY und X werden über Schläuche steckbar verbunden. Damit beim Umrüst-Prozeß auf ein anderes Werkzeug und dadurch verbunden eine andere Belegung der Pinolen notwendig wird, ist der Verteilerblock X, AY und BY links und rechts im Seitenständer untergebracht.

 

Durch ein übersichtliches Schaubild kann ein Aktivieren der einzelnen Pinolen durch entsprechendes Stecken der Kupplungen in kurzer Zeit erfolgen. In dem Menübild der PC-Steuerung sind die einzelnen Regelventile Y in verschiedenen Farben dargestellt. Im Touch-Screen-Verfahren kann das Regelventil Y1 programmtechnisch auf die einzelne Pinole gelegt werden. Das gleiche erfolgt sinngemäß für die anderen Ventile.

Das Gesamtbild der Tischplatte, mit den aktivierten Pinolen, ergibt dann eine übersichtliche Darstellung in Farbe.

 

Erweiterte Möglichkeit, im Ziehverfahren durch die Stoffflußmessung:

Vom IFUM, Hannover, wurde ein Sensor entwickelt, der in den Ziehring eingebaut werden kann. Mit Hilfe des Sensors kann die Stoffflussmessung beim Ziehprozess in der X- und Y-Achse in einer Zeiteinheit gemessen werden. Dadurch können Rückschlüsse auf die Niederhalterkraft gezogen werden.

Die DUNKES-Presse in Verbindung mit der Pressen-Steuerung ist bereits so vorbereitet, daß folgende Ziehoperationen gefahren werden können:

  • Gegenkraft der einzelnen Pinolen entsprechend der Programmwahl, in Abhängigkeit vom Stößelweg,

alternativ

  • Gegenhalterkraft der einzelnen Pinolen im Ziehvorgang in Abhängigkeit der Stoffflussmessung.

Wenn die Stoffflussmessung integriert werden soll, so müssen die Sensoren sowie eine Zusatzsteuerung vom IFUM integriert werden.

Schematischer Aufbau des Pinolenbildes in Verbindung mit den Regelventilen
Ansteuerung der einzelnen Pinolenzylinder
Steuerung über den Sensor für die Stoffflussmessung